Erfahrene Camper

Leo Annen, Ernst Iten und Lukas Zahno sind verantwortlich für den Campingplatz beim ESAF 2019 Zug. Die Drei sind erfahrene Camper. «Wir campen immer an den Eidgenössischen Schwingfesten», erzählen sie. Daher wissen sie genau, was es zu beachten gilt und was wichtig ist. «Sauber muss der Platz sein, vor allem die sanitären Anlagen», sind sie sich einig.

Alle Drei haben einen langen Bezug zum Schwingsport. Leo Annen und Ernst Iten sind schon als Kinder dem Schwingclub Oberwil beigetreten. Sie sind im gleichen Alter und haben sozusagen ihre Schwingkarriere gemeinsam absolviert. «Mehr oder weniger erfolgreich», wie sie beide mit einem Schmunzeln erzählen. Lukas Zahno kennt den Schwingsport «nur» als Zuschauer. Dabei lernte er immer mehr Kollegen aus dem Schwingsport-Umfeld kennen. Er stichelt mit einem breiten Grinsen: «Eines haben wir gemeinsam: Wir sind alle Nichtkranzer».

Mit der Planung «ihres Campingplatzes» haben sie schon früh begonnen. Die grösste Herausforderung war die Landsuche. Im dicht besiedelten Kanton Zug kein einfaches Unterfangen. Der Ressortleiter Camping, Leo Annen ist gelernter Bauer und kennt von seiner Tätigkeit als Futtermittelberater im Aussendienst bei der Firma Multiforsa alle Bauern der Stadt Zug. Insbesondere die Landbesitzer und Pächter im Festperimeter, weil er in der Nähe aufgewachsen ist. Dies ist natürlich ein Glücksfall.

«Wir sind bei den Bauern auf offene Ohren gestossen und sind sehr dankbar dafür. Die Lage des Platzes könnte besser nicht sein», freut sich Leo Annen.

Nachdem die Landflächen gefunden und die Verträge unterschrieben waren, ging es an die Grobplanung. Platzerschliessung, sanitäre Anlagen, Entsorgung, Sicherheit, Verkehr und vieles mehr floss ein. Dafür fanden diverse übergreifende Sitzungen mit den involvierten Abteilungen statt. Die Grösse des Campingplatzes entspricht in etwa demjenigen in Burgdorf. Sie haben sich daher stark an das Konzept von Burgdorf anlehnen können.

Neue Wege gingen sie bei der Reservation, welche nur online möglich ist. Bis zur Aufschaltung des Booking-Tools auf der Website brauchte es ein paar Sitzungen. Nun sind sie glücklich, dass es läuft. Der ausgebildete Betriebsökonom Lukas Zahno leistet die administrative Arbeit, worüber seine Kollegen froh sind.

«Es gibt einige Mails zu beantworten. Manchmal nehmen sich die Leute halt nicht die Zeit, die Informationen auf der Website zu lesen», erzählt er.

Die Anfragen für Grosszelte kommen ebenfalls bei ihm rein. Er versuche, wenn immer möglich innerhalb von 24 Stunden zu antworten. Wie alle im OK, leistet er diese Arbeit neben seiner 100%igen Berufstätigkeit.

Effizienz ist auch am Fest ihr Anspruch. Wenn ab Donnerstag die ersten Camper und Zeltler in Zug ankommen, soll die Abwicklung schnell und effizient gehen.

«Wir möchten möglichst wenig Rückstau», erklärt Ernst Iten.

Dafür sorgen soll das codierte Ticket, das mit einem Gerät erfasst und kontrolliert wird. «Wer kein Ticket hat, kommt gar nicht in die Campingeinfahrt rein», so Iten.

Die Drei wissen genau, wie es auf dem Campingplatz funktionieren soll. Es gibt nur etwas, das ihnen etwas Sorgen bereitet. Das Wetter. «Der Boden ist in Seenähe etwas sumpfig, daher können wir keine Nässe gebrauchen», erklärt Annen. «Es wird schön sein, mach dir keine Gedanken», beruhigen in seine Kollegen.

Bildlegende von li nach re: Lukas Zahno, Leo Annen und Ernst Iten

Reservation Campingplatz

Text und Bild: Brigitte Huwyler